Rettungsleitstelle des Landkreises Aurich

   

Rund um die Uhr koordinieren zwei Mitarbeiter der Leitstelle die Einsätze.

365 Tage im Jahr und 24 Stunden am Tag ist die Rettungsleitstelle im vierten Obergeschoss des Kreishauses besetzt. Zwei Mitarbeiter nehmen Notrufe entgegen und koordinieren die Einsätze von Feuerwehr und Rettungsdienst. Die elf Angestellten sind selbst erfahrene Feuerwehrleute und ausgebildete Rettungsassistenten oder Sanitäter. Rund 25000 Einsätze wurden im Jahr 2005 in der Leitstelle bearbeitet. Doch nicht nur Notrufe werden hier angenommen. Die Mitarbeiter geben auch Auskünfte über zahnärztlichen Notdienst, alarmieren sogar den Notfallseelsorger, die DLRG oder die DGZRS. Wird bei einem schweren Unfall ein Rettungshubschrauber benötigt, kümmern sich die Mitarbeiter der Leitstelle darum. Auch das Jugendamt, die Ausländerbehörde und die Giftzentrale, die Deichdaten oder das Umweltamt werden über die Leitstelle verständigt. Immer wieder gibt es Probleme wegen böswilliger Anrufe. Häufig wählt jemand den Notruf "112" und legt wieder auf. Viel schlimmer ist es jedoch, wenn jemand einen Unfall meldet und nichts passiert ist. Werden Rettungswagen und andere Fahrzeuge zu einem vermeintlichem Unfallort geschickt, obwohl dort keine Hilfe benötigt wird, könnten die einsatzkräfte zu einem wirklichen Notfall zu spät kommen. Daher geht der Landkreis auch rigoros gegen Anrufer vor, die böswillig Rettungskräfte anfordern. Denn Geheimnummern gibt es bei der Rettungsleitstelle nicht. Jeder Anruf kann umgehend zurückverfolgt werden. Kommt es zu größeren Unglücken, wird ein dritter Mitarbeiter alarmiert, der an einem zusätzlichen Arbeitsplatz hilft, die Einsatzkräfte zu leiten. Denn auch wenn es zu einem Großbrand kommt, müssen Krankentransporte und Rettungseinsätze gefahren werden. Eng arbeitet die Leitstelle auch mit der Auricher Polizei zusammen. Wählt jemand vor Aufregung statt der "110" die "112" kann der Anruf direkt rübergestellt werden. Unterstützt werden die Mitarbeiter der Leitstelle bei ihrer Arbeit von modernster Technik. Wird ein Notfall gemeldet, zeigt der Computer den Ort des Geschehens auf einer Landkarte an. Zudem kann der Mitarbeiter erkennen, welche der Feuerwehren zuständig oder welcher Rettungswagen verfügbar ist.